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Auf dieser, meiner privaten Seite gibt es in loser Folge Bilder und Berichte zu Reisen und sonstigen Ereignissen.

On this, my private website there is an occasional series of photos on trips and other events.

Σε αυτή, την ιδιωτική ιστοσελίδα μου υπάρχει μια τυχαία σειρά από φωτογραφίες κι αναφορές στα ταξίδια κι άλλα συμβάντα.

Für unsere deutschsprachigen Gäste auf dieser Seite, die an der kleinen griechischen Insel Symi interessiert sind, bitte (wie im Bild unten gezeigt) auf der Menüleiste oben den mit Pfeil markierten Menü-Ebenen folgen:symi_menue_s Weiterlesen

Bildung, Quo Vadis?

Diese Frage musste ich mir heute am Wahlabend stellen, nachdem ich einige Analysen der „Zeit im Bild“ auf Facebook verfolgte und mir dabei die Mühe gab, mich durch zahlreiche Kommentare der Leser zu quälen. In der Tat, bei einigen Kommentaren blieb es beim Versuch sie zu lesen.
Von einem lesbaren und verständlichen Deutsch keine Spur. Es ist mir völlig unverständlich, wie es einzelne „Mitbürger“ (sowohl von ganz links als auch rechts) geschafft haben, eine Periode von 8 bis 9 Jahren schulischer (Grund-)Ausbildung durchzudrücken, ohne auch nur ein winziges Anzeichen zu zeigen jemals eine Schule von innen gesehen zu haben.
Wenn man einmal von der sich verbreitenden Unsitte absieht, auf die korrekte Groß- Kleinschreibung zu verzichten, gibt es Kommentare die nicht nur grauenhafte Rechtschreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehler (wenn überhaupt außer zahlreichen Ausrufezeichen vorhanden) aufweisen — nein — es gibt Kommentare, die den Eindruck erwecken als wären sie von Robotern, geschrieben bei denen die Steuerung ausgefallen ist, von deutscher Sprache keine Spur.
Eines hat die Wahl aber doch gezeigt: Das österreichische Volk ist nicht ganz so leicht durch fadenscheinige Propaganda beeinflussbar, wie manche Politiker meinen (oder es gerne hätten). Auch wenn der Bundesparteiobmann einer bestimmten Partei meint, eine „Eliten-Verschwörung“ und quasi das ganze Land hätte sich gegen ihren Kandidaten gestellt; gewählt hat „das österreichische Volk“ und niemand anderer. Wenn jetzt die Verliererpartei ihr Ergebnis als beste der Geschichte bejubelt, dann muss ich leider einwenden: Seit Beginn der 2. Republik sind Wahlen mit 2 Kandidaten fast immer ähnlich knapp ausgegangen. Einzige Ausnahme war hier das Jahr 1992 und in 1965 ging das noch viel knapper (warum soll das Ergebnis ausgerechnet heuer der Grund für eine Spaltung des Landes in zwei Lager sein?). In diesem Zusammenhang möchte ich auch die sehr versöhnlichen Töne auf beiden Seiten loben und hoffe, dass das auch die Anhänger aller Gruppierungen verstehen (wollen).
27. Mai 1951, Theodor Körner 52,06 %, Heinrich Gleißner 47,94 %
5. Mai 1957 Adolf Schärf 51,12 %, Wolfgang Denk 48,88 %
23. Mai 1965 Franz Jonas 50,69 %, Alfons Gorbach 49,31 %
25. April 1971 Franz Jonas 52,78 %, Kurt Waldheim 47,22 %
23. Juni 1974 Rudolf Kirchschläger 51,66 %, Alois Lugger 48,34 %
24. Mai 1992 Thomas Klestil 56,89 % Rudolf Streicher 43,11 %
25. April 2004 Heinz Fischer 52,39 %, Benita Ferrero-Waldner 47,61 %
Einigermaßen eindeutig (abgesehen vom Jahr 1971, siehe oben) war allerdings der Wiederantritt amtierender Präsidenten (hier in Prozentpunkten nach unten gereiht):
18. Mai 1980 Rudolf Kirchschläger 79,86 %
25. April 2010 Heinz Fischer 79,33 %
19. April 1998 Thomas Klestil 63,42 %
28. April 1963 Adolf Schärf 55,40 %
Quelle: Wikipedia

 

Der Teufelskreis

teufelskreis

für größere Darstellung auf das Bild klicken

 

„Der Mensch baut seine eigene Biografie und damit sich selbst nach narrativen, sprich: kommunikativen Mustern, und nicht etwa durch eine Abbildung tatsächlicher Ereignisse. Die Welt, die Ihr betrachtet, ist ein Interpretationsprodukt Eures Verstands.“ *)

Diese (obige) Aussage stammt vom Mai 2008 (siehe auch Quellenangabe ganz unten) und bekommt heute (nach gut 8 Jahren!), in einer Zeit wo FACEBOOK für viele Menschen der Maßstab so ziemlich für das gesamte soziale Umfeld ist eine völlig neue Bedeutung.

Ursprünglich war Facebook dazu gedacht, Menschen auf der ganzen Welt miteinander zu verbinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, auf einem sehr einfachen Weg Informationen auszutauschen. Das ist gut so, ist auch sehr nützlich und sollte keineswegs angeprangert werden. Leider hat Facebook aber auch sehr stark dazu beigetragen, dass sich die Politik und unser Privatleben immer mehr ineinander vermischen, beginnend damit, dass wir (für viele unbemerkt) mehr und mehr polarisiert werden bis hin zum extremen Frontenkrieg, der oft die gemäßigte Mitte völlig ausspart und nur noch ein extremes Links oder Rechts kennt.

Facebook ist die neue Öffentlichkeit. **)

Facebook ist mittlerweile der größte Nachrichtenkanal und Informationsquelle am Informationsmarkt. Studien zufolge sind es bereits 44 % der US-Amerikaner die sich faktisch alle ihre Nachrichten und News über Facebook holen (dazu kommen weitere 18 % die sich ihre Informationen aus anderen sozialen Medien besorgen).

Auf den ersten Blick ist das weiter nicht besonders schlimm. Das Problem dabei ist nur – man darf solche Informationen nicht in der Form „konsumieren“ wie man es bei Medien gewohnt ist (war), die sich den lokalen Mediengesetzen des jeweiligen Landes unterwerfen und damit Verantwortung übernehmen, zumindest so viel Verantwortung dass wenigstens keine eklatanten Falschmeldungen verbreitet werden (wenn auch die eigentlichen Meldungen durchaus in der Blattlinie mehr oder weniger stark „eingefärbt“ sein können). Grundsätzlich muss ein solches Medium eine Redaktion haben und journalistischen Richtlinien folgen, die dafür sorgen dass Nachrichten “verantwortlich“ gefiltert werden.

Ich höre schon die Kritiker lauthals schreien, die behaupten, jede Form eines Filters wäre Zensur. Wer dieser Meinung ist, der kann sich gerne auf Seiten wie „unzensuriert.at“ herum treiben, wo nachgewiesen immer wieder eklatante Falschmeldungen verbreitet werden. Jedenfalls: gefiltert werden muss immer dann, wenn man nicht grob-fahrlässig handeln möchte.

Gefiltert wird ja auch bei Facebook, allerdings nach eher undurchsichtigen sogenannten „Gemeinschaftsstandards“. Sie sorgen dafür, dass Bilder die in irgendeiner Form den Nippel einer weiblichen Brust zeigen (auch wenn es einmal ein historisches Kunstwerk ist) innerhalb von Minuten gelöscht sind. Eklatante Falschmeldungen bis hin zu extremen Hass-Beiträgen bleiben davon oft sehr lange oder gar auf Dauer verschont.

Wer kennt heute nicht Wikipedia? Eine sehr nützliche Plattform für Informationen zu gut jedem Thema, das sich mit einem Begriff benennen lässt. Die daraus gewinnbare Information ist meist sehr hilfreich, nur — sie kann auch eklatant falsch sein. Man bemerkt das allerdings nur dann, wenn man in Themenkreise eindringt, die man selbst sehr gut beurteilen kann (bei mir z. B. die Gebiete beginnend mit der allgemeinen Elektrik über lokale und speziell internationale Standards zur Elektrik, bis hin zur Elektronik für industrielle Steuerungen und Softwaretechnik). Der wesentliche Unterschied nun zwischen Facebook und Wikipedia ist: Wikipedia ist sehr streng moderiert, es kann zwar praktisch jeder dort hinein schreiben was er für richtig und nützlich hält, was aber tatsächlich für die Öffentlichkeit freigegeben wird, das wird von vielen ehrenamtlichen Fachkräften geprüft und bei Bedarf redigiert. Facebook dagegen hat keinerlei Mechanismen, die auf inhaltlich falsche Information reagieren könnten, außer vielleicht andere Nutzer die einen bloß stellen können (und die man auch ganz schnell mundtot machen kann wenn man sie sperrt) oder man legt sich mit den „fadenscheinigen“ Gemeinschaftsstandards an.

Für uns entsteht dadurch ein verzerrter Blick auf die Realität. Relevant ist, was oft geklickt wurde oder viele „Likes“ oder Kommentare erhält und nicht was eventuell nützlich sein könnte. Dieses gezielt durch Algorithmen gestützte System macht die rasante  Verbreitung von Clickbaiting“-Artikeln,  maßlosen Übertreibungen und Falschmeldungen erst möglich. Unsere Facebook Time-Line zeigt uns nicht die qualitativ hochwertigen, gut recherchierte und wahren Posts, sondern bevorzugt das, was starke Emotionen in uns auslöst und deswegen zum Klicken und Teilen anregt. Ja, je mehr wir etwas anklicken, teilen und liken, desto mehr versorgt uns Facebook mit ähnlichen Beiträgen. Das gemeine daran, Facebook merkt sich recht gut was es meint, dass uns gefällt und braucht eher lange, bis es auf Änderungen in unserem Verhalten reagiert.

Hier beginnt der eigentliche „Teufelskreis“, wie wir ihn in der Überschrift zu diesem Beitrag stehen haben. Wenn wir in unserem Weltbild und in unserer Meinung bestätigt werden, fühlen wir uns gut. Sehen wir Sachen, die uns traurig oder wütend machen, dann gefällt uns das nicht. Wenn etwas total und grundlegend falsch und unrichtig ist, dann wird es nicht richtig dadurch weil wir es 10, 20 oder 100-mal an unterschiedlichen Stellen lesen. Es ist und bleibt falsch, für Personen die nichts hinterfragen und alles so als gegeben nehmen, wenn man es ihnen nur oft genug sagt oder vorsetzt kann das aber teuflisch werden. Die Lüge wird (für solche Personen) zur Wahrheit, zur gegebenen Situation.

Paul Joseph Goebbels (* 29. Oktober 1897 in Rheydt; † 1. Mai 1945 in Berlin) einer der einflussreichsten Politiker während der Zeit des Nationalsozialismus sagte:

„Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. Man kann die Lüge so lange behaupten, wie es dem Staat gelingt, die Menschen von den politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konsequenzen der Lüge abzuschirmen. Deshalb ist es von lebenswichtiger Bedeutung für den Staat, seine gesamte Macht für die Unterdrückung abweichender Meinungen einzusetzen. Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates.“

Ein geradezu erschreckendes gedankliches Szenario tut sich auf, wenn man sich vergegenwärtigt, welchen verehrenden Lauf der Nationalsozialismus nahm und das grauenhafte Ende in das er führte. Geradezu erschreckend aber auch, wenn man immer wieder beobachten muss, dass speziell auf rechten Facebook Seiten und sogar von offiziellen Politikern des Landes die Falschmeldung und die Lüge offensichtlich ganz bewusst als Mittel zum Zweck eingesetzt werden.

Immer mehr führte diese Systematik dazu, dass es mittlerweile zwei virtuelle Realitäten auf Facebook gibt, die sich bis hinein in unsere reale Umgebung und unser tägliches Umfeld ziehen. Zwei riesige Blasen der scheinbaren Wirklichkeit. Einen linksliberal (eher demokratisch) orientierten Zweig (aber in Einzelfällen bis hin zu linksradikal) und einen mehr und mehr rechtsautoritären Nachrichtenkanal, wenn man so will.

Meinungen und Informationen werden in den allerwenigsten Fällen reflektiert, hinterfragt oder gar systematisch geprüft und verbessert (wie das z. B. bei der sachlich orientierten Wikipedia noch der Fall ist), NEIN – diese werde nur noch vervielfältigt und immer wieder bestätigt, unabhängig von ihrem Wahrheitsgehalt (oder Nonsens-Charakter).

Die bescheiden Frage: „kann das überhaupt auch nur im Ansatz stimmen, was mir da gesagt wird“ – diese Frage wird nicht mehr gestellt, diese Frage gibt es nicht mehr.

Ob irgendetwas „Realität“ ist oder eine virtuelle Luftblase, das spielt absolut keine Rolle — es muss nur in das Gefüge von unserem Weltbild passen — dann ist alles in Ordnung.

Falschnachrichten (Fakes) beliebiger Art finden reißend ihre Abnehmer, wenn sie einigermaßen in die Richtung schlagen der wir nachhängen, also das bestätigen was zu unserem Weltbild passt. Ob sie mit der Realität übereinstimmen wird zur reinen Nebensache und eine Überlegung in diese Richtung wird in vielen Fällen nicht einmal im Ansatz angedacht.

Der riesige Spaltkeil steht im Raum und er ist es, der unsere Gesellschaft in unterschiedliche Lage spaltet. Ein Vorgang, der von einer eher kleinen Gruppe gesteuert wird und leider von der betroffenen großen Mehrheit kaum bis gar nicht bemerkt wird.

Voraussetzung für solche Vorgänge ist offensichtlich (neben einer überschaubaren Anzahl von Initiatoren) eine riesige Zahl unmündiger, manipulierbarer Bürger, die sich dann auch noch brüsten für etwas einzutreten, das es in dieser Form gar nicht gibt.

Es fällt uns ganz leicht auf Falschmeldungen herein zu fallen. Für die eher rechte Seite sind es die Flüchtlinge die sich angeblich undankbar verhalten, die eher in der Mitte (wenn es das noch gibt) oder links orientierte Seite atmet auf, wenn sie zu hören oder lesen bekommt, dass Donald Trump die republikanischen Wähler 1998 als besonders dumm und beeinflussbar bezeichnet hätte. Ja … beides ist eine Falschmeldung.

Um kurz bei Trump zu bleiben: **) „News“-Seiten wie „Breitbart“ haben viel Stimmung für Trump gemacht und das völlig unabhängig vom Wahrheitsgehalt.

Laut „Politifact“ waren in Trumps Wahlkampf lediglich 15 % seiner Aussagen wahr oder 15 % halb wahr (zusammen 30%). Mehr als ein Drittel aller seiner Aussagen hatten absolut nichts mit der Wahrheit zu tun. Doch das war völlig irrelevant, denn sie bestätigten die Meinung seiner Anhänger. Und das ist wohl alles, worauf es heutzutage ankommt.

Problematisch sind weniger die glatten Lügen (jetzt nicht nur die von Trump), sondern die Halbwahrheiten, die verzerrten Darstellungen und die überzogenen Interpretationen, die sich irgendwo in einer Grauzone zwischen wahr und falsch befinden.

Narrativen nennt man das mittlerweile, was wir an neueren Beispielen wie die des Brexits (wo z. B. Google unmittelbar nach der Abstimmung und den folgenden Tagen eine enorm um 2.450 Prozent gestiegene Anzahl von Suchanfragen nach dem Begriff „BREXIT“ und den daraus zu erwartenden Folgen verzeichnete – siehe dazu auch meinen Beitrag: „Es ist geradezu erschreckend), LePen der AfD und leider auch bei der FPÖ feststellen. Natürlich sind dies erstmal demokratisch legitime Standpunkte. Aber … wenn die politische Meinungsfindung auf zu vielen Unwahrheiten beruht, fordert man Lösungen für Probleme, die nicht existieren und schafft damit Probleme, deren Lösungen man ablehnt. Das schadet uns allen. (Anmerkung: der zuletzt kursiv gestellte Bereich ist mit einigen kleinen Änderungen und eigenen Ergänzungen Großteils der Quelle **) entnommen).

Ja — und jetzt — an dieser Stelle möchte ich abschließen nochmals der Quelle *) das Wort übergeben, die für den einleitenden Absatz in meinem Beitrag herhalten durfte.

Seid keine Netz-Neandertaler!

Die Zukunft kann der Vergangenheit niemals Pädagoge sein; das klappt schon andersherum ziemlich schlecht. Trotzdem schreiben wir diese Zeilen, um einen vorsichtigen Hinweis zu geben: Liebe 2008ler, Ihr rennt durchs Internet, als gäbe es kein Morgen. Gewissermaßen im Lendenschurz, die Keule in der Hand, instinktgesteuert, der menschlichen Sprache kaum mächtig. Im Netz benehmt Ihr Euch, wie Ihr es draußen niemals wagen würdet. Ihr erzählt jedem alles über Euch und noch einen Haufen Lügen obendrein. Ihr veröffentlicht Eure intimsten Absurditäten für den kleinen Traum von der Unsterblichkeit. Aber es gibt keine Alles-nur-geträumt-Taste, und Unsterblichkeit macht nur in einem hübschen Kleidchen Spaß. Beendet Euren hysterischen Irrtum über die Virtualität. Zivilisiert Euch, bevor es andere tun. Uns hat es viel Blut, Schweiß und Tränen gekostet, bis die Vorfahrtsregeln zwischen Bürger und Staat auf der Datenautobahn ähnlich demokratisch wurden wie draußen auf der Straße. Das hätte schmerzloser funktioniert, wenn es im Netz Bürger gegeben hätte und nicht nur informationelle Neandertaler, die glaubten, dass ein nackter Mann nichts zu verlieren und damit auch nichts zu verbergen habe.

Zieht Euch was an, sprecht in ganzen Sätzen, tragt die Köpfe hoch. Wir freuen uns auf Euch, auch wenn wir wissen, was selbst die Größten und Berühmtesten unter Euch für erstaunliche Scheißkerle waren.

Hans, November 2016

Quellennachweise:

*) Auszug aus dem Beitrag „Seid keine Netz-Neandertaler!“ von Juli Zeh, 15. Mai 2008; Quelle: DIE ZEIT, 15.05.2008 Nr. 21

**) Auszug aus dem Beitrag „Facebook: Du musst dich anpassen“ vom „Volksverpetzer; Quelle: Mimikama, 15.11.2016

Auf der Födinger Alm

foedinger_alm

Heute auf der Födinger Alm auf 893 Metern

Zur ohnehin garantierten super Unterhaltung, wenn
„D‘ HIRSCHNBUAM“
aufspielen, war auch das Wetter mit uns gnädig und hat uns von starker Bewölkung bis traumhafter Sonne ihr schöneres Programm gezeigt und auf den Regen vollständig verzichtet.
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Eine kleine Abrechnung

fb_abrechnungUntertitel: Einige Bemerkungen zu einem Meinungsbild, das ein mir unbekannter (anscheinend allwissender) Facebook Nutzer meint, von mir zu haben. Mit oder weniger Humor bis etwas sarkastisch gewürzt.

Lieber Herr XY: Sie kennen mich persönlich nicht (ich Sie zum Glück auch nicht), Sie meinen aber – aus einer Blog-Diskussion heraus – in der es um ein rein mathematisches Thema geht sowohl meine politische Richtung, meine Schulbildung und auch meine Persönlichkeit beurteilen zu können. Abgesehen davon kann ich mich nicht erinnern, dass ich ihnen jemals das Du-Wort angeboten hätte. Dabei bin ich besonders über ihre Wortwahl verwunderte, die in keiner Weise für eine sachliche Auseinandersetzung geeignet ist und außerdem keinerlei Bezug zu meiner, rein auf Fakten beruhende Darstellung hat. Manche Begriffe, die Sie da in ihren Beitrag einflechten, könnten durchaus eine Relevanz für eine gerichtliche Auseinandersetzung darstellen.
Außerdem, welche Äußerung meinerseits hat Sie zur Annahme veranlasst, dass ich meine Schulbildung vordergründig in AHS Kursen erworben haben könnte. Bei dieser Gelegenheit verzichte ich übrigens, auf ihre Neuerfindungen zum Thema Rechtschreibung, groß-klein Schreibweise und etwas eigenartigen grammatikalischen Sonderregeln, sowie den inflationären Gebrauch von Satzzeichen (die allerdings häufig dort fehlen, wo sie erforderlich wären) näher einzugehen.

Zum Thema Schulbildung möchte ich feststellen: Ich habe Mitte der 60iger Jahre an einer der damals noch sehr seltenen HTLs meine Ausbildung absolviert, die ich bis heute nicht vergessen habe. Das mag wohl auch daran liegen, dass es für einen einfachen Gemeindebediensteten, wie es mein Vater (als Kriegsinvalide mit einem amputierten Bein) war und einer im Haushalt und für die Kinder vollbeschäftigten Mutter (eine Tätigkeit, die in einem aktuellen Buch eines österreichischen Politikers als „Brutpflege“ bezeichnet wird) nicht so einfach war, 4 Kinder vernünftig zu versorgen. Der Besuch dieser weit entfernten HTL mit Internat war nur machbar, wenn einerseits der Lernerfolg gegeben war (immerhin konnte ich dann mit Auszeichnung abschließen) und ich mir mein Taschengeld und diverse Schulbehelfe durch Nachhilfestunden und alljährliche Ferial-Jobs selbst finanzieren konnte. Natürlich habe ich mich mit dem Abschluss alleine (der als Ruhekissen für einen Job auf irgendeinem Amt problemlos gereicht hätte) nicht begnügt und habe mein Wissen durch fortlaufende Weiterbildung ständig und bis heute verbessert. Das betrifft sowohl Wissen, das unmittelbar für meine Arbeit umsetzbar war und ist, als auch soziale Kompetenz und Allgemeinbildung.

Was nun meine politische Ausrichtung betrifft, muss ich ihrer Phantasie deutlich widersprechen (abgesehen davon sind mir Begriffe wie: linkslinke versiffte Sozialschmarotzer, Hilfsschul-System-Trottel, System-Hilfsschüler, AMS-Bildungstrottel usw. nicht besonders geläufig). Ich habe mehr als 49 Jahre lang ununterbrochen (und bis heute) als Angestellter in der Privatindustrie mein Brot verdient und viele wirtschaftliche Berg- und Talfahrten miterlebt. Zumindest in den letzten 35 bis 40 Jahren habe ich durchgehend den maximal möglich Beitrag für die Sozialversicherung entrichtet und jährlich Steuern bezahlt, die in der Größenordnung der mehrfachen jährlichen Mindestsicherung liegen. Dass ein privater Arbeitgeber sein Geld nicht gerade nach Lust und Laune seinen Angestellten schenkt, das dürfte — so hoffe ich — bekannt und nicht neu sein. Man muss sich wirklich jeden einzelnen Euro hart erarbeiten. Es geht hier um Arbeit, bei der ein Ergebnis zustande kommen muss, das man am immer härter umkämpften Markt vernünftig verkaufen kann und diese Art von Arbeit hat mir immer Freude bereitet. Ja, ich arbeite nicht in einer „geschützten“ Werkstätte oder in einem von Steuergeldern finanzierten Amt zum abstauben von Akten, wie Sie mangels besseren Wissens behaupten und habe auch nie (keine Minute) solche Tätigkeiten verrichtet. Wie Sie zu ihren so handfesten Behauptungen kommen, wird mir wohl ein Rätsel bleiben, zumal ich keinerlei Ambitionen habe, Sie persönlich kennenlernen zu wollen.

Gut ich war in fast 50 Jahren Arbeit insgesamt fast 3 Wochen krank (also 0,3 Tage pro Jahr), dafür war ich nicht eine Minute arbeitslos und bin dem Sozialsystem mit keinem Cent (oder Groschen) zur Last gefallen. Natürlich habe ich damals Kinderbeihilfe für mein Kind bezogen, aber wie Sie vermutlich wissen (oder auch nicht) wird diese aus dem von den Arbeitsgebern finanzierten Familienlastenausgleichsfonds bezahlt.

Ich habe in all den Jahren vieles miterlebt und meine Arbeit hat mir auch viele kurze bis sehr lange Aufenthalte im Ausland mit unbezahlbarer Erfahrung beschert. Von Japan über, China, Indien, Russland, allen Europäischen Ländern, USA, Canada, Südamerika, Südafrika usw. habe ich viele Länder der Welt bereist und durfte auf diese Weise mehr als 4 Jahren Erfahrung im Ausland sammeln und habe dabei sicher etwas mehr gesehen, als nur den Tellerrand. Für mein etwas weiter gespanntes Weltbild, das sich daraus entwickeln konnte bin ich mehr als dankbar.
Es unterscheidet sich mehr als deutlich von dem Bild, das in den gängigen Stammtisch-Gesprächen gezeichnet wird.
Diese Form der verbalen Kommunikation auf möglichst niedrigem inhaltlichen Niveau (darauf abgestimmt, dass man nach 10 Bier noch folgen kann) aber mit hoher emotionaler Ausprägung wird auch gerne von manchen österreichischen Politikern genutzt, um bestimmten (anscheinend stetig wachsenden) Gruppierungen auf gleicher Ebene (also niedrig/tief genug) zu begegnen.

Ihrer Meinung nach wollen Sie meine Bildung „einigen“ teilvollendeten AHS Kursen zuschreiben. Ich kann nicht beurteilen, was man dort lernt – aber vermutlich wissen Sie es, sonst würden Sie das nicht so provokativ hervorheben. Dass Sie selbst in ihren Ausführungen keinen einzigen vollständigen oder grammatikalisch brauchbar zusammenhängenden Satz zuwege gebracht haben lassen wir hier im Detail außen vor.

Was ihre Vermutungen über meine politischen Ansichten betrifft, muss ich Sie leider auch enttäuschen, Sie liegen grundlegend falsch. Ich bin fast 50 Jahre im harten Wettbewerb gestanden und stehe dort heute noch. Was mich in der Gesamt-Situation am meisten betrübt, das ist das Spiel der allmächtigen Konzerne und demnach bin ich auch kein Befürworter von TTIP und CETA, (wie Sie meinen und ausführlich kritisieren, was aber gar nicht das eigentliche Thema meiner Ausführungen war).

Wenn man das Abstimmungsverhalten der Mandatare analysiert (mit der blauen Kornblume in ihrem Profilbild und ihren Äußerungen braucht es hier keinerlei Vermutung, ihre politische Ausrichtung zuzuordnen!) dann kommt man zum Ergebnis, dass diese Partei für den kleinen Mann von der Straße, den sie so liebenswürdig als möglichen Wähler (auf gleicher Ebene, also bevorzugt mit Wirtshausparolen) umgarnt – herzlich wenig tut – und eher genau den Großgesellschaften in die Hände spielt, die über Umwege (zumindest zum größeren Teil) wieder einigen wenigen superreichen Einzelpersonen gehören.

Für wen setzt sich diese Partei, der Sie so huldigen denn nun ein, wenn die Maklergebühren für die Mieter angehoben werden sollen, wenn gegen Steuerabkommen mit der Schweiz gestimmt wird (selbst mein Geld reicht keineswegs für ein Konto dort), wenn man gegen Bankenabgaben für Spekulanten ist? Wenn man gegen die Streichung von Steuerprivilegien für Konzerne ist (Gruppenbesteuerung die gerade ausländischen Großkonzernen zum Vorteil ist), oder gegen die Streichung von Steuerprivilegien für Managergehälter über 500.000 Euro? (Ich habe immer gut verdient, aber wie man an 500.000 Euro im Jahr kommt, das kann ich mir in der Privatwirtschaft auch mit sehr viel Phantasie nicht vorstellen). Den Kleinverdienern auf der Straße ist das ja sowieso egal (ist ja nur Stimm-Volk). Für wen macht man Politik, wenn man die Stiftungs-Privilegien nicht antasten möchte, einen Topf, der mit 60 Milliarden Euro gefüllt ist? Sicher nicht für das Fußvolk, das man mit kantigen (und mehr als oft unbelegten) Aussprüchen motiviert.

Die Rezeptur ist denkbar einfach und leicht durchschaubar, wenn man das Geschehen nicht gerade durch eine hellblaue Brille betrachtet.
Also, man begebe sich an einen beliebigen Stammtisch und warte bis die Teilnehmer die ersten 3 Halbe-Bier intus haben. Das dann reichlich mit Bier-Intelligenz angereicherte Gelabber filtert man auf Kernaussagen mit Wiedererkennungswert für das Fußvolk und fertig ist das Parteiprogramm mit dem man das „Volk“ bewirbt.
Was man wirklich vor hat und besser in internen Programmen zusammen schreibt, das muss ja nicht jeder wissen.

Diese (ihre so geliebte Partei) ist für mich, bedingt durch ihre populistische und gegen den durchschnittlichen Steuerzahler, sowie den kleinen Mann auf der Straße gerichtete Vorgehensweise NICHT wählbar. Aber keine Sorge, ich bin auch kein Grüner, kein Roter oder Schwarzer — ich entscheide bei jedem Wahlgang für das kleinere Übel, was zugegeben bei der heutigen „Kultur“ in der Politik nicht ganz einfach ist. Da muss ich schon zugeben, dass es viel einfacher ist sich keine Gedanken verschwenden zu müssen und man einfach und stur seinem Idol nachläuft (wie der Esel der Karotte, die im so vor das Maul gehalten wird, dass er sie nie erwischen kann – aber nahe genug hat, sie ständig riechen zu können) und blindlings glaubt welchen Nonsens auch immer der Frontmann (den Begriff Führer möchte ich hier bewusst vermeiden) und seine Parallel-Medien verbreiten.

Zur Ergänzung: Hier in meinem obigen Text finden sie genau ein einziges Ausrufezeichen (!). In Ihren, mit Hass, Anschuldigungen, Beleidigungen und NONSENS getragenen ca. 20 Zeilen habe ich 18 dieser Zeichen gezählt. Ich möchte hier auf die mögliche Bedeutung der Ziffern 1 und 8 nicht näher eingehen.

Es ist geradezu erschreckend.

erschreckendJa, diese Überschrift benötigt kein Ausrufezeichen (oder gleich mehrere). Der Begriff „erschreckend“ ist Aussage genug.

Man sollte in Zeiten wie jetzt und heute meinen, dass die meisten Zeitgenossen zumindest eine abgeschlossene Grundschule haben und irgendwann einmal gelernt haben selbstständig zu denken, oder etwa nicht? Wie ist es nur möglich, dass bei derart vielen „Mitmenschen“ nur noch Schlagzeilen, Neid und Hass eine Rolle spielen und Fakten, die regelrecht zum greifen sind völlig außen vor bleiben? Weiterlesen

Wem schenkst DU (heuer) DEIN Geld?

GD-LINE.COM und der Fisch beginnt am Kopf zu stinken

13510403 - many american dollar bills in mouse trap debt trap

Bildquelle: 123rf.com/stock-foto (lizenziert)

Derzeit werden wieder einmal sagenhafte Gewinne und absolut sichere Geldanlagen angeboten, mit denen man sich krumm und dämlich verdienen kann. Meine Frage für solche Wunder ist meist: „Warum machen das dann nicht die Erfinder selbst im kleinen Kreis?

Diese folgenden Zeilen sind mein Versuch, mit einfachen Mitteln, wie sie jedem zur Verfügung stehen (der sie kennt), genau diesen Einzelfall etwas zu beleuchten. Außer meiner persönlichen Empfehlung ganz am Ende kann natürlich jeder für sich selbst entscheiden, was er für richtig hält. Weiterlesen

Sassy & Come Together

11_IMG_3483Ein kleiner Bild-Rückblick auf das phantastische Konzert, gestern (10. August 2016) in der Doppelmühle in Fronach.

Danke Sassy und Bandmitglieder, es war einfach grandios und ist nur von euch zu toppen! Weiterlesen