Rafina, Mai 2019

Ein traumhaftes Wochenende war es, mit sehr guten Freunden, in einer Stadt die im Juli 2018 in den Schlagzeilen stand. Ein gigantischer Waldbrand breitete sich damals seit dem 23. Juli vom etwa 4 km nördlich gelegen Mati aus und machte nur wenige hundert Meter von Rafina dank günstiger Winde halt (siehe Bericht von damals im Kurier).

96 Menschenleben waren unmittelbar zu beklagen und gut 4.000 Häuser waren nur noch Brandruinen ohne jeglichen Wert (und meist, wenn überhaupt, dann unterversichert). Sehr stark betroffen war auch das Waisenhaus Lyreio in Mati, um das dich die „Griechische Welle Wien“ intensiv kümmert.

Am 21. August 2018 war „ein Schuldiger“ gefunden, ein Pensionist, der angeblich das Feuer ausgelöst hat. (siehe Artikel der Presse)

Die Frage die ich hier stelle ist: braucht es „einen einzigen Schuldigen“, dass sich alle daran abputzen können und Mängel in der Brandbekämpfung, der Ausrüstung für die Feuerwehren (die ihr letztes gegeben haben), die organisatorischen Mängel usw. politisch unter den Teppich gekehrt werden können?

Heute, einige Monate später ist Gras über viele verkohlte Äste und Baumstümpfe gewachsen und Wildblumen decken riesige Flächen zu. 101 Menschenleben (einschließlich der anfänglich Schwerstverletzten ohne Überlebenschance) sind aber nicht zu ersetzten und die Existenz Tausender Menschen ist für Jahre ruiniert. Wenn ich dann noch beobachten muss, dass auch Touristen völlig achtlos brennende Zigarettenkippen in die Natur entsorgen, dann läuft mir so richtig ein eiskalter Schauer über den Rücken (siehe dazu auch: ‚links am 6. Bild‘ in der Galerie weiter unten). Muss das sein?


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