Να η μητέρα μου

Να η μητέρα μου. Da ist meine Mutter (ja). Dieses να ist ein praktischer Ausdruck, um kurz auf jemand oder etwas hinzuweisen (wie französisch voila). Es ist keine Verbalform, unveränderlich und je nach Kontext mit da … oder hier … zu übersetzen.

σrο σπίτι (zuhause)

σrο σπίτι (zuhause): Στο ist die allein übliche feste Verbindung des Begriffs in, an, auf, zu σε  mit dem neutralen Artikel το (außer vor bestimmtem Artikel). Vergleiche deutsch auch: im, am, aus, ιn dem, an dem. Im Gegensatz zur deutschen Form in das Haus ist σε το σπίτι in Griechisch nicht möglich es wird daraus στο.

Das Neugriechische unterscheidet gewöhnlich nicht zwischen unseren Begriffen in, an, auf oder zu und auch nicht zwischen, Ruhe und gezielter Bewegung“ (z. B. im Hause) und, „gezielter Bewegung“ (ins Haus). So kann στο σπίτι im Haus, ins Haus, eventuell sogar auf dem oder aufs Haus bedeuten.  Meist ergibt sich die genaue Bedeutung der Präpositionen aus dem Zusammenhang. (Wenn es darauf ankommt, existieren auch Mittel zur Differenzierung.) Das Kapitel „Präpositionen“ ist im Neugriechischen jedenfalls nicht so dornig wie in manchen anderen Sprachen.

μου, σου, μας, σας … Possessiva

μου, σου, μας, σας Possessiva: Wenn man Griechisch lernt, dann fällt einem sehr schnell die besondere Art und Weise auf, wie in der griechischen Sprache Possessivverhältnisse ausdrückt werden. Die Possessiva μου mein/e, μας unser/e, σου dein/e, σας euer/e; Ihr/e, του .sein/e, της ihre/e werden dem Nomen nachgestellt, wobei aber der bestimmte Artikel ο, η, το beibehalten wird. Im Gegensatz dazu kann man im Deutschen z. B. der mein Sohn nicht sagen kann, wie es im Griechischen mit „ο γιος μαςunser Sohn, „η γυναίκα μουmeine Frau, usw.

Σας hat außer der Bedeutung euer/e auch die der Höflichkeitsform, Ihr/e

Zu beachten ist auch, dass  μου, σου, του usw. vollkommen unbetont sind. Sie werden wirklich wie ein Teil des vorhergehenden Worts ausgesprochen. Dabei ist zu beachten, dass es dadurch zu einer Doppelakzentuierung beim davor liegenden Begriff kommen kann. Z. B. το διαβατήριό σου (dein Reisepass). Der Grund dafür ist, dass es in der griechischen Sprache kein Wort gibt, das weiter vorne als auf einer der drei letzten Silben betont wird. Wörter, die für sich allein auf der drittletzten Silbe betont werden, würden durch den Anhang einer weiteren unbetonten Silbe (des Possessivums) zu weit vorne betont sein was im Griechischen niemals der Fall ist. Um das zu vermeiden, erhalten die auf der drittletzten Silbe betonten Wörter immer dann einen zweiten Akzent-und zwar auf ihre Endsilbe, -wenn sich ihnen eine unbetonte Silbe anschließt.

Übrigens, auf der falschen Silbe betonte Begriffe können Griechen, selbst wenn phonetisch völlig korrekt ausgesprochen am allerwenigsten erkennen. Ein völlig falsch gesprochenes aber richtig betontes Wort können sie viel eher erkennen.

-ός, -ή, -ό Wortendungen

-ός, -ή, -ό Wortendungen. Am Beispiel αυτός, αυτή, αυτό (dieser, diese, dies/dieses) kann man typische Eigenschaften griechischer Begriffe erkennen. Bei dieser Gelegenheit wird darauf hingewiesen, dass die meisten griechischen Substantive, Adjektive, Adverbien und Verben, dazu manche Pronomen, in zwei Teile, Stamm und Endung, zerlegbar sind. Der Stamm ist der Teil, welcher vielen verschiedenen Formen des Wortes gemeinsam ist, während die Endung sich unter Voraussetzungen ändert, die man nach und nach kennen lernt, wenn man Griechisch lernt.  

Für den Beginn wollen wir uns merken, dass in der griechischen Sprache konsequent zum Geschlecht des Substantives flektiert wird.

Der schöne Mann, die schöne Frau, das schöne Kind – schreibt man demnach in Griechisch:

Ο όμορφος άντρας , η όμορφη γυναικά, το  όμορφο παιδί.

ο, η, το – der bestimmte Artikel

ο, η, το – der bestimmte Artikel. Das Griechische hat wie das Deutsche drei grammatische Geschlechter (Genera). Leider stimmt aber in sehr vielen Fällen bei Sachbezeichnungen das Genus in den zwei Sprachen nicht überein (z. Β. το φεγγάρι  neutral, aber der Mond maskulin). Um diese Schwierigkeit zu verringern, ist es empfehlenswert, sich jedes neue Substantiv zusammen mit seinem bestimmten Artikel (ο, η oder το) einzuprägen.

Zu beachten ist auch, dass der bestimmte Artikel (ο oder η) auch vor Personennamen stehen muss: η Μαρία  Maria, ο Αντρέας  Andreas usw.

είμαι (ich bin, Verb)

είμαι (ich bin, Verb) ist die neugriechische Entsprechung für das Verb sein, das in beiden Sprachen unregelmäßig ist. In unten stehender Tabelle sind die Präsensformen aufgelistet:

Was Deutschsprachigen hier gleich auffallen wird ist, dass die Subjektformen der Personalpronomen im Griechischen (im Gegensatz zum Deutschen) beim Verb nicht gesetzt werden.Die Endung –μαι genügt nämlich um anzugeben, dass das Subjekt die 1. Person Sing. ist (ich), während die Endung μαστε die 1. Person Plural (wir) und ναι die 3. Person, Sing. oder Plural, bezeichnet (er/sie/es; sie); im Allgemeinen wird durch den Zusammenhang klar, ob hier Sing. oder Plural gemeint ist.Die 2. Person Plural (hier είστε) dient zugleich als Höflichkeitsform (entsprechend unserem Sie sind).Das Neugriechische hat keinen Infinitiv (z. B. sein, haben). Zu beachten ist daher, dass deshalb die Verben in Lehrbüchern und Wörterbüchern immer in der 1. Person Sing. Des Präsens  (der ich-Form) angegeben werden (z. B. είμαι, eigentlich ich bin)

Singular Plural
είμαι ich bin είμαστε wir sind
είσαι du bist είστε ihr seid / Sie sind
είναι er/sie/es ist είναι sie sind

Γεια σας

Γεια σας (wörtlich Gesundheit euch/Ihnen) und χαίρετε (wörtlich freuen Sie sich!) sind zwei sehr übliche Begrüßungsformeln, aber können auch beim Abschied verwendet werden; beides bedeutet also nicht nur guten Tag sondern auch auf Wiedersehen. Χαίρετε ist recht förmlich und unter Freunden nicht üblich.

Satzintonation

Satzintonation: In der griechischen Sprache kommen teilweise andere Satzzeichen wie gewohnt zur Anwendung. Das auffälligste ist hier das Fragezeichen (?), das in Griechisch wie unser Semikolon (;) aussieht, aber das griechische Fragezeichen darstellt. Das was wir als Semikolon (;) darstellen ist im Griechischen ein hochgestellter Punkt (·) – mit der Taste q zu erreichen, wenn die griechische Tastatur aktiviert ist.

Für Fragesätze verwendet das Griechische eine steigende Intonation zum Satz-Ende hin. Im Gegensatz dazu kommt bei Antworten auf Fragen eine fallende Intonation zum Satz-Ende hin zur Anwendung. Im Gegensatz zur deutschen Sprache kann man für Fragen im Griechischen genau dieselbe Wortstellung anwenden wie bei der Aussage. Es deutet dann nur der steigende Ton der Stimme zum Satzende hin dem Hörer an, dass er etwas gefragt wird.

Buchstabenverbindungen:

Buchstabenverbindungen: Es gibt Buchstaben, die dann, wenn sie in Verbindung mit bestimmten anderen Buchstaben auftreten, in besonderer Weise ausgesprochen werden.

Die Verbindung αυ wird vor stimmlosen Konsonanten (θ, κ, ξ, π, σ, τ, φ, χ, ψ) wie af z. B. im deutschen Krαft ausgesprochen, νοr allen anderen Konsonanten und Vokalen dagegen wie av im deutschen bravo. Entsprechend wird ευ je nach dem, was für ein Laut folgt, entweder wie ef z.B. im deutschen Heft oder wie ev z. B. im deutschen Revier ausgesprochen.

Die Verbindung γγ kommt nur im Wortinneren vor und wird etwa wie ng z. B. ίm deutschen Angelika ausgesprochen, doch wird anders als im Deutschen dabei das g deutlich ausgesprochen.

Die Buchstabenverbindung γκ  wird  ebenso wie γγ ausgesprochen, wenn sic im Wortinneren vorkommt. Sie findet sich aber auch am Wortanfang; dann wird sie wie deutsches g ausgesprochen, aber etwas weicher.

Die Buchstabenverbindung kommt ebenfalls nur im Wortinneren vor. Der Laut, den sie bezeichnet, besteht aus demselben Laut, wie bei γγ beschrieben, gefolgt jedoch νοn dem durch χ dargestellten Laut.

Die Buchstabenverbindung μπ wird am Anfang eines Wortes wie deutsches b ausgesprochen, aber etwas weicher. Im Wortinneren wird es gewöhnlich als mb wie ίm deutschen Hαmburg gesprochen, bei einigen Wörtern (νοr allem Fremd- und Lehnwörtern) dagegen ebenfalls wie weiches b.

Die Buchstabenverbindung ντ wird am Wortanfang wιe deutsches d ausgesprochen, aber etwas weicher. Im Wortinneren entspricht es einem deutschen nd wie in Ende, aber auch wird es besonders ίπ Fremd- und Lehnwörtern wie weiches d ausgesprochen.

Die Buchstabenverbindung τσ entspricht dem deutschen tz oder z wie in Ritze oder Ziege.

Die Buchstabenverbindung τζ entspricht einer im Deutschen nicht vorkommenden Lautkombination ds.

Im Griechischen gibt es im Gegensatz zum Deutschen eine ganze Reihe von Wörtern, die mit dieser Lautkombination beginnen, z. B. τζάμι, τζίτζικας.

Konsonanten

Konsonanten: Normalerweise werden auch die griechischen Konsonanten im Alphabet und in Wörterbüchern alphabetisch angeordnet, hier dagegen sind sie je nach den Schwierigkeiten, die sie bei der Aussprache machen können, gruppiert.

Die Buchstaben: β, ζ, λ, μ, ν, φ machen keine besonderen Schwierigkeiten, da sie in etwa den deutschen Lauten w wie in Wein, s wie in Hase, l wie in Liebe, m wie ίn Mensch, n wie in Nacht und f wie in Feuer entsprechen. Man darf dabei nur nicht vergessen, dass β den Laut w (und nicht b) sowie ζ den stimmhaften Laut s (und nicht ts) bezeichnet.

Die Buchstaben: δ und θ bezeichnen zwei im Deutschen nicht existierende Lispellaute, bei welchen die Zunge die Vorderkante der oberen Schneidezähne berührt. Dabei bezeichnet δ den stimmhaften Lispellaut, entsprechend dem englischen stimmhaften th wie in the, θ bezeichnet dagegen den stimmlosen Lispellaut, entsprechend dem englischen stimmlosen th wie in thanks.

Die Buchstaben: ξ und ψ sind Doppelkonsonanten, deren Aussprache keine besonderen Schwierigkeiten macht. ξ bezeichnet die dem deutschen Buchstaben x entsprechende Konsonantenverbindung k + s wie in boxen, ψ die Konsonantenverbindung p + s wie in Drops. Es gibt eine ganze Reihe griechischer Wörter, die mit einem dieser Doppelkonsonanten beginnen, z. B. ξέρω, ψηλός.

Die Buchstaben: π und τ entsprechen etwa den deutschen Lauten p und t, werden aber weniger explosiv und ohne die im Deutschen ϋbliche Behauchung ausgesprochen, also etwa wie im französischen prune oder terre.

Der Buchstabe κ kommt vordunklen Vokalen (α, ο, υ) sowie νοr anderen Konsonanten der Aussprache des deutschen k wie in Kompaβ nahe, wird aber wieder wie ρ und τ ohne Behauchung gesprochen. Vor hellen Vokalen (e, i) wird κweiter oben am Gaumen ausgesprochen, und es klingt dabei ein ganz leichter j-Laut mit.

Der Buchstabe ρ wird als Zungen -r ausgesprochen, wobei die Zunge an der Basis der oberen Schneidezähne liegt. Es ähnelt dem r in süddeutschen Dialekten.

Der Buchstabe σ wird in den meisten Fällen wie das deutsches scharfe β (ss) ausgesprochen, νοr stimmhaften Konsonanten aber wie ζ, also stimmhaft wie z. B. in κόσμος oder σβήνω. In der Kleinschrift wird am Ende dεs Wortes ς geschrieben.

Für den Buchstaben y gibt es zwei νerschiedene Aussprachemöglichkeiten: Folgt ihm ein e- oder i- Laut (also ε, αι οder η, ι, οι, ει, υι), wird es wie ein deutsches j wie z. B. in Joch ausgesprochen. Vor einem α-, ο- oder u- Laut oder einem Konsonanten dagegen bezeichnet es einen im Deutschen unbekannten, zwischen g und dem deutschen Zäpfchen -r liegenden Laut.

Auch der Buchstabe χ wird auf zwei νerschiedene Weisen ausgesprochen: Folgt ihm ein e- oder i- Laut, entspricht es dem deutschen ch wie z.B. in ich; folgt dagegen ein α-, ο- oder u- Laut oder ein Konsonant, entspricht es einem deutschen ch wie in Bach. alsο χύμα, χέρι, aber χάνω, έχω, χρήμα. Bitte auch darauf zu achten, dass die Aussprache des deutschen ch durch die Klangfarbe des vorhergehenden Vokals bestimmt wird, im Griechischen dagegen ist es umgekehrt der auf χ folgende Vokal bestimmt hier die Aussprache.